Beratungskonzept

Als Beratungslehrerin an der Albert-Einstein-Realschule bietet Frau Röttgen Schülern, Eltern und Lehrern ihren Rat an. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Sie findet nach Terminabsprache im Beratungsraum unserer Schule statt.

Unser Beratungskonzept bringt Schüler, Eltern und Lehrer enger zusammen.

Inhaltlich ist es in fünf Teilbereiche gegliedert.

1. Schullaufbahnberatung
Die Schullaufbahnberatung hat eine umso größere Bedeutung für unsere Schulform erlangt, seitdem die Landesregierung im Dezember 2010 die Empfehlungen der Grundschullehrer dem Elternwillen untergeordnet hat. Im Sinne des Kindeswohls obliegt damit der Schule die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass kein Kind an unserer Schule mit dem Curriculum der Realschule über- oder unterfordert ist. Ebenso ist es wichtig, zu diagnostizieren welche möglichen Lernhemmnisse bei einem Kind bestehen können und wo genau Förderbedarf herrscht, um dem Kind eine individuelle Förderung so schnell wie möglich angedeihen zu lassen.
Um dies wissenschaftlich fundiert einstufen zu können, verwendet die Albert-Einstein-Realschule den Hamburger Schulleistungstest, den alle Fünftklässler bei uns seit 2004 kontinuierlich absolvieren.
Die Ergebnisse werden am folgenden Elternsprechtag mit den Eltern vom Klassenlehrer besprochen und mögliche Hilfestellungen werden erörtert. Dabei greift der Klassenlehrer in Zweifelsfällen auf die gemeinsame Bewertung der Ergebnisse, der bisherigen Beobachtungen des Kindes durch alle Fachlehrer und Informationen aus der Entwicklung im Grundschulalter zurück und erörtert diese mit der Beratungslehrerin.
Im Verlauf der Erprobungsstufe werden Schülerinnen und Schüler, deren Leistungen in den Hauptfächern mit gut bewertet sind gemäß den Richtlinien an das Gymnasium überwiesen sofern die Eltern dies wünschen.
In der Beratung durch die Beratungslehrerin wird das Lernverhalten des Kindes erörtert und mögliche Hilfen für das Kind werden ausgelotet. Um jeden betroffenen Schüler hier bestmöglich zu unterstützen ist die Schule auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen, die ermutigt werden, Beratungsangebote anzunehmen.

2. Lernberatung
Die Lernberatung hängt in vielen Fällen eng mit der Schullaufbahnberatung auch nach erfolgreicher Beendigung der Erprobungsstufe zusammen, denn häufig zeigen Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Gründen auch noch in weiterführenden Klassenstufen stetigen oder plötzliche Leistungsabfall. Insbesondere dann, wenn die Höchstverweildauer auf der Realschule erfüllt ist, ist eine Lernberatung dringend angebracht.
Die Lernberatung besteht aus einer Bestandsaufnahme des aktuellen schulischen und häuslichen Lernverhaltens des Schülers/der Schülerin und seines/ihres sozialen Umfelds. Für Lernhemmnisse, die hierbei erkannt werden, können dann geeignete Hilfen, Trainings- und Verhaltenstipps im Sinne eines Lerncoachings mit dem Schüler/der Schülerin und evtl. den Eltern gemeinsam erarbeitet werden.

3. Berufswahlorientierung
Die Beratung an der Albert-Einstein-Realschule erstreckt sich auch auf das Feld der Berufswahl. Der Beratungsraum wird von der Berufsberaterin des Arbeitsamtes mitgenutzt, wenn sie an unsere Schule kommt, um Gruppen- oder Einzelberatungen durchzuführen. Im Rahmen der Beratung kann auch eine Berufsberatung der Schülerinnen und Schüler stattfinden sowohl im Bereich einer Berufsausbildung als auch Hilfe bei der Wahl einer geeigneten weiterführenden Schule. Die Beratung hilft auch bei Bewerbungen oder informiert über Einstellungstests und Vorstellungsgespräche sowie eine entsprechende Vorbereitung darauf.

4. Konfliktberatung
Die Konfliktberatung lehnt sich an den systemischen Ansatz an. Sie soll Schülern eine Sichtweise auf ihre Probleme eröffnen, die sie dazu befähigt eigene Lösungsvorschläge zu finden. Im vertraulichen Gespräch können im Rahmen der Beratung mehrere Lösungsansätze durchgespielt werden. Der Schüler/ die Schülerin entwickelt damit das Selbstvertrauen, im Idealfall aus eigener Kraft Probleme lösen zu können. In diesen Bereich fallen Konflikte der Schüler untereinander, aber auch mit Eltern, Lehrern oder sonstigen Personen, sowie allgemein belastende Lebenssituationen.

5. Kollegiale Beratung
In Anlehnung an das Konzept der kollegialen Fallberatung ist eine Beratung von Kollegen, die sich in belastenden Situationen befinden und Rat suchen, möglich.